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David C. Weichert Backuptrauma

… Datenverlust kann eine lustige Sache sein! Manchmal braucht es dann nur noch freundliche Ratschläge.

[Slashdot] [Digg] [Reddit] [del.icio.us] [Facebook] [Technorati] [Google] [StumbleUpon] Posted Mon Jul 21 06:30:56 2008
Joachim Breitner Ich in KIT.intern

Seit die Universität Karlsruhe und das Forschungszentrum Karlsruhe ein Pärchen sind und sich KIT nennen, sind mein Onkel und ich sozusagen Kollegen geworden. Als braver KIT-Angestellter hat dieser wohl auch ein Blick in das Magazin KIT.intern geworfen, von dessen Existenz ich bisher nichts ahnte. Dort entdeckte er einen Bericht über eine Tutorenschulung, an der ich teilnahm, und mich selbst auf einem Bild daneben (Seite 11). Interessanterweise kann ich mich nicht genau daran erinnern, wie dieses Bild geschossen wurde, aber es muss gestellt gewesen sein, da das nicht meine Handschrift ist...

Posted Wed Jul 16 17:32:50 2008
David C. Weichert Douglas Adams: Per Anhalter durch die Galaxis

Es gab eine Zeit in der jeder wusste, was es mit der 42 auf sich hatte. Wo es Wikipedia nicht gab und das gesammelte Wissen einen Umschlag hatte auf dem “Keine Panik” in großen freundlichen Lettern prangte…

Die Encyclopædia Galactica definiert Douglas Adams wie folgt:

Long, flat, spirally arranged yellow or blue or green and orange - depending widely on structural semantics. Douglas may grow to 250 ft (75 m) tall and 8 ft (2.4 m) in diameter. Once well-known and very widespread and abundant, yet taxonomically complex, the species has now become extinct.

Leider scheint das große Standardwerk nicht sehr zuverlässig zu sein. Speziell seit der großen Datenfragmentierung, beim letzten Update der Autokorrektur. Wenn Ihnen dies alles nichts sagen sollte, ist das nicht weiter schlimm. Sie sollten vielleicht mehr lesen. Stellen Sie sich vor, sie hätten fürchterliche Kopfschmerzen und keinen Tee…

Douglas Adams: The Hitchhiker’s Guide To The Galaxy. Pan Books. 1979. ISBN 0330258648.

[Slashdot] [Digg] [Reddit] [del.icio.us] [Facebook] [Technorati] [Google] [StumbleUpon] Posted Wed Jul 16 08:02:04 2008
Gerfried Fuchs Plug And Pray

Zeitweiste stolpert man über interessante Bilder. Mir ist es in letzter Zeit zu oft passiert und ich habe nicht das Gefühl, dass das bald wieder vorbei sein wird. Dieser neue Bereich meines Blogs wird solche Fotos von Zeit zu Zeit zeigen.
Ich beginne mit einem ziemlich interessantem Poster, über das wir in meiner Heimatstadt gestolpert sind. Falls euch der Durchblick fehlt, es dreht sich um einen Gottestdienst, der für Jugendliche gedacht ist – und jeder weiß doch, dass junge Leute ihre Sprache immer mit englischen Wörtern vermischen, um Hip zu klingen, richtig? Vergesst nicht auch den kleinen Text unten zu lesen, sonst wisst ihr nicht, wo das »Chill Out - Meet & Greet« statt findet!

Plug & Pray Posted Fri Jul 11 15:30:14 2008
Florian Schießl LiMux Pressegespräch

Am 9.7. um 11 Uhr bei uns im Rathaus. Mal sehen wer alles so kommt, Zielgruppe ist primär die Münchner Lokalpresse, die IT Themen eher selten aufgreift. Vielleicht schafft es unsere Bürgermeisterin ja, ?LiMux verständlich zu vermitteln.

Ich selbst bin nicht dabei, weile ja gerade am Strand in der Sonne :-)

Posted Tue Jul 8 16:00:31 2008
Joachim Breitner GPN 7 Résumé

Gestern ging die dreitägige GPN 7 des entropia e.V., dem Karlsruher Ableger des Chaos Computer Clubs, statt. Diesmal fand sie in den Räumen des AKK im alten Stadion der Uni Karlruhe statt. Hier ein paar persönliche Highlights:

Party-Programming-Game

Wie auch bei den bisherigen GPNs habe ich mich vor allem mit dem aktuellen Programmierspiel beschäftigt. dividuum hat diesmal eine Party-Simulation aufgestellt, bei der es Punkte gab, wenn man abends auf der einen Party der Stadt war, aber auch nur wenn genug Leute mitgefeiert haben. Nur ein oder zwei Spieler wissen sicher, wo die Party ist. Man musst also seine Freunde einladen – aber nicht zu viele, schließlich will man ja am Ende mehr Punkte als die anderen haben. Das Ganze wurde dann in einer sehr schicken Grafik im Hackcenter an die Wand geworfen. Sie war an Southpartk angelehnt und stellte jeden Bot mit einem eindeutigen, aus dem Login-Namen generierten Avatar, dar.

Dazu schrieb ich ein recht vollständiges Framework in Haskell, das sich um die Kommunikation mit dem Server und das Speichern aller möglichen Fakten über das Spiel gekümmert hat. Damit konnte ich dann eine Vielzahl (sechs Sinnvolle, um genau zu sein) von verschiedenen Bots schreiben, die dann nur die Strategie enthielten und entsprechend klein waren. Mangels offizieller Langzeitstatistiken gab es dann auch noch einen Bot, der nichts machte, dafür aber die Ergebnisse der Spiele notierte – und dabei selbst immerhin auf 813 Partys war.

Ich hoffe dass dividuum dieses Spiel, wie ja auch das Infon der letzten beiden GPNs, veröffentlicht, damit auch andere von dem Framework profitieren – immerhin habe ich mir zuletzt noch die Mühe gemacht, es vollständig zu dokumentieren. Dies, und die geschriebenen Bots, finden sich auf http://darcs.nomeata.de/haskell-partty/ (was auch ein Darcs-Repository ist).

Powerpoint-Karaoke

Viel Spaß hat es wieder gemacht, unvorbereitet zu irgendwelchen aus dem Internet gezogenen Powerpoint-Folien dozierten Vorträgen zu lauschen und selbst einen zu halten. In meinem handelten die Folien von Erziehungsmaßnahmen für Kinder, und ich machte daraus einen Consulting-Vortrag für die Manager eines großen Konzerns, in dem es um den richtigen Umgang mit unliebsamen Mitarbeitern geht.

Streichholzfeuerwerk

Eine (für mich) neue Idee war es, aus 28.400 Streichhölzern verschiedene Türme und andere Gebilde zu bauen und zu verbinden, die dann auf einer acht Meter langen Straße aufgebaut waren und über 70 Minuten brauchten, um von „Ah“ und „Ohs“ begleitet abzubrennen. Ich hoffe dass bald Bilder davon im entropia-Wiki auftauchen.

Interview

Am Sonntag wurde ich spontan von einem Darmstädter für das C-RaDar, dem dortigen Chaosradio, zum Thema Haskell interviewed. Vorausssichtlich wird das dann am Donnerstag, den 7.8., auf 9live und per podcast ausgestrahlt (während ich auf der ?DebConf 8 bin). Das heißt, wenn die das überhaupt wagen – ich glaube das Interview ist etwas, sagen wir, chaotisch geworden, da weder ich noch der Interviewer einen echten roten Faden für das Gespräch hatten.

Ansonsten gabs noch, wie zu erwarten, nette Gespräche, viele Geeks, 80 Kisten Club-Mate (die aber nicht alle verkauft wurden – den Rest nimmt das AKK jetzt in ihr reguläres Programm auf) und eine Mini-Keysigning-Party. Auch die neuen Räumlichkeiten und den Verzeicht auf Eintritt mit der Aufforderung zum Spenden finde ich gut. Alles in allem ein Erfolg, vielen Dank nochmal an die Veranstalter und ich freu mich aufs nächste Jahr!

Posted Mon Jul 7 09:03:50 2008
David C. Weichert Nudelauflauf à la Omi Herta

Zutaten

  • 500g Spiralnudeln
  • 200g gekochter Schinken
  • ½l Milch
  • 2 Eier
  • 2EL Mehl
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • Butter
  • Semmelbrösel

Zubereitung

Die Nudeln in Wasser einweichen und den Schinken würfeln. Die Milch mit den Eiern verquirlen und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Die Nudeln und den Schinken in eine gebutterte Form geben und die Milch darübergießen. Anschließend mit Semmelbröseln bestreuen und Butterflöckchen auf den Semmelbröseln verteilen. Für 35-45 Minuten im Ofen bei 180°C backen, bis der Auflauf gar ist und eine schöne Kruste gebildet hat.

[Slashdot] [Digg] [Reddit] [del.icio.us] [Facebook] [Technorati] [Google] [StumbleUpon] Posted Sat Jul 5 17:00:34 2008
Joachim Breitner Satirisches Poster in der Mensa

Heute hat jemand in der Mensa der Uni Karlsruhe ein offiziell aussehendes Poster aufgehängt, das deren angebliche Nachtischmaschine bewirbt – wohl eine Anspielung auf die Nachtische, bei denen der Zusammenhang zwischen Farbe, Geschmack und Konsistenz nicht immer ganz klar ist...

Ich habe noch mehr Bilder der aufgehängten Poster, und dieser jemand hat mir auch das Poster auch als PDF-Datei (2 MB) gegeben.

Posted Mon Jun 23 17:35:00 2008
Florian Schießl Ausflug nach Wien

Die österreichische Bundeshauptstadt setzt ja ebenso wie München derzeit (noch) auf freie Software. Auch wenn es zuletzt ein wenig turbulent zuging…

Die Bürgerrechtsorganisation quintessenz hat bei mir gestern angefragt, ob ich nicht Lust hätte, unser mittlerweile sehr erfolgreiches Umstellungsprojekt auch dem interessierten österreichischen Publikum vorzustellen. Da konnte ich natürlich nicht nein sagen, Wien ist eine wunderschöne Stadt und das Museumsquartier (in dem ich auch vortragen darf) eine sehr interessante Gegend.

Wer sich dafür interessiert: 24.6., 20 Uhr, weitere Infos hier.

Posted Fri Jun 20 17:51:45 2008
Florian Schießl Microsoft: ODF hat gewonnen

Gestern haben sie es endlich auch öffentlich eingesehen, Respekt.

“ODF has won”

sagt Stuart ?McKee, der nationale Technikleiter für den öffentlichen US Bereich. Mehr gibt’s hier.

Posted Fri Jun 20 08:58:44 2008
David C. Weichert Politikerfragen

Immateriblog.de (ein Blog, das mir bisher entgangen war) wurde stellvertretend von unseren ständigen Stellvertretern befragt.

Wer sich also fragt, was Politiker so fragen, findet hier die Politikerfragen, die einiges verraten über die Denkweise des idellen Gesamtabgeordneten. Die Antworten sind jedenfalls schön schulaufsatzmäßig, oberflächlich, informiert, kreativ (aber nicht zu sehr), nicht subversiv und nicht überraschend. Das kann gefallen, Herr Spielkamp! Weitermachen!

[Slashdot] [Digg] [Reddit] [del.icio.us] [Facebook] [Technorati] [Google] [StumbleUpon] Posted Thu Jun 19 19:55:53 2008
Florian Schießl OSOR offiziell gestartet

Heute ist das Open Source Observatory and Repository, eine Plattform der EU Kommission zum Thema freie Software für Verwaltungen in Europa, auch offiziell online gegangen.

Die URL ist: www.osor.eu

Wir Münchner sind dort bereits seit drei Wochen vertreten und haben durch die Veröffentlichung unseres WollMux als freie Software als Betatester die Plattform auf Herz und Nieren getestet.

Posted Wed Jun 18 22:37:52 2008
Gerfried Fuchs Musikalische Laender Meme

Die Anweisungen für dieses Meme sind recht einfach: Geht auf euer last.fm-Profil und sucht zu allen 50 der unter »Allgemeine Top-Künstler« aufgeführten Bands das Land heraus. Hier die Verteilung der von mir gehörten Künstler:

de: 19
uk: 11
us: 11
se: 2
at: 1
au: 1
be: 1
fr: 1
ie: 1
it: 1
mx: 1

Gefunden bei Mosquitokillah

Posted Wed Jun 18 14:00:19 2008
David C. Weichert Times Archive

Die Times hat ihr ganzes Archiv von 1785 angefangen online gestellt.

[Slashdot] [Digg] [Reddit] [del.icio.us] [Facebook] [Technorati] [Google] [StumbleUpon] Posted Mon Jun 16 20:33:56 2008
Florian Schießl The Day The Routers Died…

zum brüllen:

Danke an Floeff ;-)

Posted Sat Jun 14 15:33:45 2008
Florian Schießl LiMux bietet Jobs!

Es gibt wieder Jobs bei der Stadtverwaltung München! Bei den Bereichen, die auch künftig sowohl unseren ?LiMux Basisclient als auch die Kombination ?WollMux+OpenOffice.org weiterentwickeln und betreiben sind derzeit insgesamt vier unbefristete neue Stellen ausgeschrieben.

Wer mehr Infos braucht (www.muenchen.de/stellen):

  • IT-Spezialistinnen/IT-Spezialisten zur Weiterentwicklung des ?LiMux Basisclients und zur Unterstützung der ?LiMux Office-Migration (PDF, PDF)

Die Bewerbungsfrist läuft imho noch bis zum 30. Juni 2008.

Posted Sat Jun 14 14:48:49 2008
Cord Beermann FH Lippe(-Höxter) heisst jetzt Hochschule Ostwestfalen-Lippe Ich habe mein Studium an einer Institution namens Fachhochschule Lippe in Lemgo verbracht. Zu dem Zeitpunkt gab es noch einen zweiten Standort in Detmold, der sich heutzutage Detmolder Schule nennt, aber dennoch immer noch Teil der Hochschule ist.

Die FH Lippe wurde in den letzten Jahren erst durch den Zuschlag der Abteilung Höxter der Gesamthochschule Paderborn (die wollten sich auch lieber Universität nennen, der gleich folgende Rant könnte auch darauf übertragen werden) in FH Lippe-Höxter umbenannt und seitdem die CDU die FDP in NRW in der Bildungspolitik stümpern sich selbst verwirklichen lässt, dürfen sich die Hochschulen Ihren Namen offenbar selbst aussuchen.

Die Entscheidungsträger haben sich also für den Namen Hochschule Ostwestfalen-Lippe entschieden.

Ich als Absolvent kann mich mit diesem Namen nicht anfreunden,
der neue Name... hat etwas von Beliebigkeit.

Hochschule! keine FACHhochschule mehr, dabei habe ich das immer als die bodenständige Variante, der Typ Hochschule für die Praktiker empfunden; die Hochschule für die Leute, die den Universitätsabsolventenwolkenkuckucksheimbewohnern jeden Tag den Arsch retten.

Hochschule! keine Universität (außer im Englischen), das was man als den Typ Hochschule, die Spitze der Forschung, die Fabrik für die Vordenker von morgen versteht.

Hochschule! fühlt sich einfach nur lauwarm an, ein Sammelbegriff. Etwas was man sagt wenn einem das Fach in Fachhochschule peinlich ist, man aber auch nicht lügen möchte.

Ostwestfalen-Lippe? Bielefeld? Wo der 'Sportclub der Ostwestfalen' spielt, der Pudding herkommt, und das es garnicht gibt?

Ostwestfalen-Lippe? Paderborn? Wo der Herr Nixdorf gearbeitet hat, und Exorzismus praktiziert wird?

Ostwestfalen-Lippe? Gütersloh? Wo die Familie Mohn die Politik vor sich her treibt, und die Waschmaschinen herkommen?

Ostwestfalen-Lippe? Minden? Herford?

Ostwestfalen-Lippe? klingt für mich anmaßend, ohne Bezug zu den wahren Standorten. Vielleicht auch größenwahnsinnig? Vielleicht aber auch ein Fingerzeig das dieses Institut in der nächsten Hochschulreorganisation mit Instituten aus den oben genannten Orten verschmolzen wird?

[Teile dieses Eintrags habe ich vor einigen Tagen in der Xing-Alumni-Gruppe veröffentlicht.] Posted Thu Jun 12 21:56:46 2008
David C. Weichert Katsuhiro Otomo: Akira

Akira (アキラ) ist ein Manga von Katsuhiro Otomo. Es gilt als Meilenstein des Genres. Im Jahr 2019 stehen in Neo Tokyo, das vor 31 Jahren im 3. Weltkrieg durch eine gigantische Explosion einer unbekannten Waffe zerstört worden war, die Olympischen Spiele bevor, die in den neuen Sportstätten auf den Trümmern der ehemaligen “alten Stadt” Tokyo, die immer noch Sperrgebiet ist, stattfinden sollen. Obwohl Neo Tokyo rasant entstand, ist die Aufbruchstimmung des Wiederaufbaus mittlerweile umgeschlagen. Studentenkrawalle, exzessiver Drogenkonsum, tödliche Kämpfe zwischen rivalisierenden Gangs. Das ist der Schauplatz der Geschichte.

Kaneda, Tetsuo und ihre Motorradgang stoßen, als sie sich ein illegales Rennen in der verbotenen Zone liefern, auf eine geheimnisvolle Erscheinung. Der resultierende Konflikt der Jugendlichen untereinander und mit der Obrigkeit bildet den Hintergrund, der Handlung, die sich um geheimnisvolle übernatürliche Phänomene dreht, die höchste Kreise in Politik und Militär zu verheimlichen versuchen. Seine Hauptfiguren sind frustrierte, gelangweilte Teenager, machtbesessene Militärs, Bürokraten und skrupellose Wissenschaftler. Den repressiven Obrigkeiten, in Form von Schule, Polizei und Militär, stehen desillusionierte und zynische Jugendliche gegenüber, die zur Gewalt bereit sind. Angst und Größenwahn herrschen auf allen Seiten und können jederzeit in Brutalität umschlagen. Die Allmachtsphantasien der Protagonisten stehen im krassen Gegensatz zu ihrer Isolation im sozialen Raum. Freundschaft hat kaum eine Chance gegen das Mißtrauen der Figuren, die ihre Deckung nie aufgeben, weil sie überall Verletzung und Enttäuschung fürchten. Kei, ein Mädchen das Kaneda im Laufe der Geschichte kennenlernt und für das er Zuneigung empfindet, brüskiert ihn als sie nach einer Phase der Besinnungslosigkeit wieder bei Bewußtsein ist, indem sie ihn fragt, ob er inzwischen etwas Schweinisches mit ihr gemacht habe.

Die bestehenden Verhältnisse der japanischen Gesellschaft werden hinterfragt und kritisiert. Otomo skizziert in Akira ein überzeichnetes, in die Zukunft weitergedachtes Bild einer Gesellschaft, in der traditionelle soziale Bindungen nicht funktionieren. Normen und Werte, die eine soziale Integration zu leisten vermögen, scheinen in der von Otomo geschilderten düsteren Vision der Zukunft kaum zu existieren.

Gleichzeitig verdeutlicht die Geschichte, wie tief die traumatische Erfahrung der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki das kollektive Bewußtsein der Japaner prägt. Wer nicht nur Akira sondern auch andere Mangas oder Anime gelesen/gesehen hat, wird diesen Topos zur Genüge kennen. Akira wirft die Frage auf, ob ein Neuanfang für eine Gesellschaft nur durch ihre totale Zerstörung möglich ist und impliziert auch eine Deutung der japanischen Geschichte nach dem 2. Weltkrieg.

[Slashdot] [Digg] [Reddit] [del.icio.us] [Facebook] [Technorati] [Google] [StumbleUpon] Posted Wed Jun 11 07:15:21 2008
Florian Schießl EU für offene Standards

Das hat gesessen heute in Brüssel. Nicht nur, dass eine EU-Kommissarin zu einer Veranstaltung des ?OpenForum Europe geht und eine Keynote hält - nein, der Inhalt war sicher schwer verdaulich für einige der ca. 150 Anwesenden im Hotel Conrad heute morgen mitten in Brüssel.

Wie sonst kann man es deuten, wenn Frau Kroes, die oberste Wettbewerbshüterin der EU, zwar diplomatisch, aber trotzdem deutlich auf sehr aktuelle Diskussionen rund um offene vs. proprietäre Standards eingeht, mehrfach dabei betont, dass natürlicher Wettbewerb gut sei und Zurückhaltung von Seiten der Regulierer sehr wichtig ist, aber dann jeweils das berühmte ABER anfügt.

Einige Zitate und auch der vollständige Redetext sind verfügbar:

Reuters (englisch), heise.de (deutsch), New York Times (englisch)

Als einer der folgenden drei Redner konnte unser Münchner Oberbürgermeister aus der Praxis berichten, dass freie Software und offene Standards schon längst Alltag sind und durch Offenheit der Wettbewerb im Softwaremarkt stimuliert wird. Gleichzeitig konnten wir nochmals verdeutlichen, was OOXML an potentiellen Einschränkungen für einen freien und fairen Wettbewerb mit sich bringt und haben natürlich Frau Kroes empfohlen, hier nochmals genauer hinzuschauen und mit Nachdruck Microsoft klar zu machen, dass den letzten positiven Ankündigungen auch wirklich messbare und v.a. brauchbare Ergebnisse folgen müssen.

Überrascht hat mich das Medieninteresse in Brüssel und die Informiertheit der Anwesenden Journalisten. Noch lange nach offiziellem Ende der Veranstaltung waren “informelle” Gespräche über Hintergründe im Gange. Die Vielzahl der noch im Laufe des Mittags erschienenen Berichte (im englischsprachigen Bereich, die deutschen ziehen gerade nach), zumeist inhaltlich komplett am Thema, zeigen welche Wirkung die Rede der Kommissarin hatte. Sogar die New York Times berichtet, der Korrespondent war da.

Jetzt hat sich DG Wettbewerb klar positioniert, ich bin gespannt, ob DG Informationstechnologie ebenso nachzieht und die Kommission damit ein sehr sehr starker Befürworter und Nutzer offener Standards wird.

Posted Tue Jun 10 18:31:32 2008
Florian Schießl Being Open About Standards?

Kommenden Dienstag lädt das OpenForum Europe ein zum “Breakfast Seminar: Being Open About Standards“.

Die EU-Kommissarin für Wettbewerb, Frau Neelie Kroes, wird die Keynote halten - und unser Oberbürgermeister Ude im weiteren Verlauf darstellen, was offene Standards für München an Vorteilen bringen. Selbsterklärend, dass ich ihn dorthin begleite und natürlich werde ich berichten, was so alles passiert. Neben den Veranstaltern haben sich die üblichen Verdächtigen der closed standards Szene (BSA & Co.) angesagt und werden vermutlich keine Gelegenheit auslassen, ihren bei der Kommission fragwürdigen Ruf in besseres Licht zu rücken.

Spannend, zumal die Veranstaltung nicht durch den für Informationstechnologie zuständigen Bereich der Kommission, sondern durch die Wettbewerbskommissarin begleitet wird. Ebene jene, die Microsoft in den letzten Jahren insgesamt 1,7 Milliarden Euro an Bußgeldern aufgebrummt hat.

Posted Sat Jun 7 17:03:16 2008

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